3 Getränke, die Ihre Gefäße lieben – und die kaum jemand richtig nutzt

Bei Bluthochdruck denken viele zuerst an Salzstreuer, Tablettenbox und Schrittzähler. Heute nehme ich Sie an eine viel alltäglichere Stelle mit: an Ihr Glas. Denn was Sie trinken, begleitet Ihre Gefäße vom Frühstück bis zum Abend. Süße Limonaden, Alkohol, stark gesüßte Eistees und salzreiche Gemüsesäfte belasten den Blutdruck. Andere Getränke liefern dagegen Pflanzenstoffe, Mineralstoffe und natürliche Gefäßsignale, die Ihr Herz im Alltag unterstützen.

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Bei Bluthochdruck denken viele zuerst an Salzstreuer, Tablettenbox und Schrittzähler. Heute nehme ich Sie an eine viel alltäglichere Stelle mit: an Ihr Glas. Denn was Sie trinken, begleitet Ihre Gefäße vom Frühstück bis zum Abend. Süße Limonaden, Alkohol, stark gesüßte Eistees und salzreiche Gemüsesäfte belasten den Blutdruck. Andere Getränke liefern dagegen Pflanzenstoffe, Mineralstoffe und natürliche Gefäßsignale, die Ihr Herz im Alltag unterstützen.

Hier erfahren Sie, welche drei Getränke sich besonders anbieten, welche Menge sinnvoll ist – und auf welche kleinen Details Sie achten, damit aus einer guten Idee ein echter Nutzen für Ihre Gefäße entsteht.

1. Grüner Tee: die leise Hilfe für Ihre Gefäße

Grüner Tee wirkt nicht wie ein Blutdrucksenker aus der Tablettenbox. Er arbeitet feiner. Seine Catechine, besonders EGCG, schützen die empfindliche Innenhaut der Blutgefäße vor oxidativem Stress und unterstützen die Gefäßweite.

Die Studienlage zeigt keinen dramatischen Absturz der Werte, sondern eine kleine, messbare Senkung im Bereich weniger mmHg. Genau diese Art von Effekt passt zu einem Getränk, das Sie regelmäßig und maßvoll in Ihren Tag einbauen.

Trinken Sie 2 bis 3 kleine Tassen täglich, idealerweise über den Vormittag und frühen Nachmittag verteilt. Brühen Sie grünen Tee nicht kochend auf: 70 bis 80 Grad und 2 bis 3 Minuten Ziehzeit reichen. So schmeckt er milder und belastet den Magen weniger.

Mein Tipp

Wenn Sie empfindlich auf Koffein reagieren, wählen Sie Bancha oder entkoffeinierten grünen Tee.

2. Tomatensaft: nur ungesalzen wird er gefäßfreundlich

Tomatensaft gehört nicht nur ins Flugzeug. Richtig ausgewählt, bringt er zwei interessante Helfer ins Glas: Lycopin und Kalium. Lycopin gehört zu den roten Pflanzenstoffen der Tomate und schützt die Gefäße vor oxidativem Stress. Kalium unterstützt den Flüssigkeitshaushalt und hilft dem Körper, überschüssiges Natrium besser auszuscheiden.

Der entscheidende Punkt steht vorne oder hinten auf der Flasche: ohne Salzzusatz. Viele Tomatensäfte enthalten Salz, Meersalz, Würzsalz oder salzige Gewürzmischungen. Genau das dreht den Nutzen in die falsche Richtung.

Studien mit ungesalzenem Tomatensaft arbeiteten mit etwa 200 ml täglich über längere Zeit. Bei Menschen mit unbehandeltem erhöhtem Blutdruck sanken die Werte im Schnitt um rund 4 mmHg systolisch und rund 2 mmHg diastolisch. Auch das LDL-Cholesterin ging zurück.

Mein Tipp

Trinken Sie 150 bis 200 ml ungesalzenen Tomatensaft zu einer Mahlzeit. Geben Sie 1 Teelöffel Olivenöl dazu oder trinken Sie ihn zu einem Essen mit etwas Olivenöl. Lycopin nutzt Fett als Transporthilfe. Für mehr Geschmack nehmen Sie Pfeffer, Basilikum, Schnittlauch, Zitronensaft oder fein gewürfelten Stangensellerie. Verzichten Sie auf Selleriesalz, Brühepulver und würzige Fertigsaucen. 

Achtung!

Wenn Ihre Nierenfunktion eingeschränkt ist, Ihr Kaliumwert kontrolliert wird oder Sie kaliumsparende Entwässerungstabletten wie Spironolacton oder Eplerenon einnehmen, besprechen Sie täglichen Tomatensaft vorher. Das gilt auch, wenn Sie auf Tomate mit Sodbrennen reagieren. Dann testen Sie kleine Mengen zum Essen.

3. Rote-Bete-Saft: der stärkste Kandidat für den oberen Wert

Rote Bete liefert natürliche Nitrate. Diese Nitrate gelangen über Speichel und Mundbakterien in den Nitrit-Stoffwechsel. Daraus entsteht Stickstoffmonoxid – ein Botenstoff, der die Gefäßmuskulatur entspannt und die Durchblutung verbessert.

Bei Rote-Bete-Saft ist die Datenlage besonders interessant: In Studien mit Bluthochdruckpatienten kamen meist 70 bis 250 ml täglich zum Einsatz. Auswertungen zeigen vor allem eine Senkung des oberen Blutdruckwerts.

Beginnen Sie pragmatisch: 70 ml konzentrierter Rote-Bete-Shot oder 100 bis 150 ml normaler Rote-Bete-Saft am Morgen. Nach einigen Tagen erhöhen Sie bei guter Verträglichkeit auf 200 bis 250 ml. Verdünnen Sie den Saft mit Wasser, wenn der erdige Geschmack stört.

Mein Tipp

Für einen milderen Geschmack mischen Sie Rote-Bete-Saft mit Wasser, etwas Zitronensaft und einem dünnen Stück Ingwer.

Achtung!

Rote Bete färbt Urin und Stuhl rötlich, was vollkommen harmlos ist. Bei Neigung zu Oxalat-Nierensteinen, Nierenerkrankungen, sehr niedrigen Blutdruckwerten oder Schwindel nach Blutdruckmedikamenten starten Sie nicht auf eigene Faust mit täglichen größeren Mengen. Messen Sie in der ersten Woche morgens und abends und notieren Sie die Werte.

Tipp:

Für eine permanente Versorgung mit allen Vitaminen und Wirkstoffen für einen gesunden Blutdruck ist z. B. Sangioton Extra  sehr gut geeignet.

Mein Fazit für Sie

Bluthochdruck sinkt nicht durch ein einziges Glas Saft oder Tee. Doch klug gewählte Getränke senken Ihren Blutdruck sanft. Grüner Tee bringt Catechine, Tomatensaft liefert Lycopin und Kalium, Rote-Bete-Saft versorgt Ihre Gefäße mit natürlichen Nitraten.

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